Sonntag, 9. September 2012

Rumänien - ein Land voller (Alp)Traumstraßen

Soda, wir sind dann also gemiensam mit Harold und Jana aus Szeged aufgebrochen, und habens dann nach kleinen Routingschwierigkeiten (des elendige Drecksnavi wollt uns unbedingt über eine kleine Fähre im nirgendwo anstelle über die schöne große Brücke lotsen) auch tatsächlich nach Rumänien geschafft. Grenzformalitäten waren im Nu erledigt, Richi kam nichtmal dazu seinen Helm abzunehmen, bevor wir nach kurzem Reisepassherzeigen schon alle durchgewunken waren...

The Grenzstation
Nach der Grenze haben wir uns dann von Jana & Harold getrennt, die beiden bevorzugen doch ein etwas anderes Reisetempo als wir, und wir haben ja auch etwas unterschiedliche Ziele und Zeitpläne für die Reise. Wir hoffen, dass es irgendwann später mal wieder passt sich wo über den Weg zu laufen, die Zeit mit euch hat wirklich Riesenspaß gemacht, es war uns ein Volksfest! :-)

The Fab Four!
Weiter gings dann über eine Anfangs ganz angenehme, wenn auch langweilig gerade Straße nach Rumänien hinein. Mit der Zeit wurden zwei Dinge auf der Straße allerdings extremst nervig: Zum einen, war alle paar Kilometer ein Dorf nach dem anderen, zum anderen war extrem viel Schwerverkehr auf dieser Straße unterwegs. Hinzu kam noch, dass die Positionierung der Ortsanfangs und Ortsendetaferl noch viiiiiiel schlimmer als bei uns wohl eher den Wunsch des örtlichen Bürgermeisters nach einem möglichst großen Herrschaftsgebiet, als die tatsächliche Besiedelung dort widerspiegelte. Sehr oft war mitten im Nirgendwo plötzlich ein Ortsschild, und irgendwo einen Kilometer später konnte man dann die ersten Anzeichen menschlicher Besiedelung erkennen. Dass das Ortsgebiet dann natürlich oft auch erst Kilometer nach dem letzten bewohnten Häuschen wieder aus war ist natürlich auch selbstverständlich. Viele der Dörfer waren wirklich nicht besonders schön beinander, bei vielen Häuschen war eindeutig zu erkennen, dass da seit Jahren niemand mehr drinnen wohnt, bei denen dazwischen war offensichtlich, dass es wohl auch nicht mehr allzu lange dauern wird bis hier niemand mehr wohnt.  Auch kein Wunder bei der Menge an LKWs die auf dieser Straße unterwegs waren. Durch den vielen Schwerverkehr war auch die Straße stellenweise schon schwer in mitleidenschaft gezogen, tiefe Spurrillen waren eher die Norm als die Ausnahme. In einem Städchen waren die Rillen tatächlich so tief und scharfkantig, dass sie am Rand schon wie Gehsteigkanten wirkten. Stellenweise waren bestimmt 3/4 des Verkehrs Sattelschlepper, viele davon mit einem Dutzend neuer Dacia-PKWs hinten drauf. Der Laden dürfte in Rumänien wirklich sehr gut laufen! Auch viele andere bekannte Firmen wie zB Raiffeisen, Strabag, Billa, usw. machen in Rumänien offenbar gute Geschäfte. Die Strabag dürfte zB den Zuschlag erhalten haben eine neue Autobahn von Arad nach Deva zu bauen, die Arbeiten waren da schon voll im Gange, aber bis die Bundesstraße da einen merkliche Entlastung verspüren wird vergehen bestimmt noch Jahre. Sehr seltsam, dass hier wo wirklich viel Verkehr unterwegs ist erst jetzt mit dem Bau einer Autobahn begonnen wird, während wir bei Bukarest auf einer fertigen, in beide Fahrtrichtungen dreispurig ausgebauten Autobahn, zum Teil vollkommen allein waren. Ich glaub ich war davor am helllichten Tag noch nie vollkommen allein auf einer großen Autobahn. Schon sehr komisch, aber offenbar werden in Rumänien genau wie bei uns nur mehrfach durchgefallene Sonderschulabbrecher als Verkehrsplaner zugelassen...

 Zum Teil gabs aber auch ganz anständige Häuser am Straßenrand, die Unterschiede zwischen den einzelnen Dörfern waren wirklich eklatant!





Krasse Denkmäler gibts natürlich auch:


Und jeeeeeede Menge Kirchen, dürfte ein sehr gläubiges Volk sein, diese Rumänen!


...gelegentlich in eher desolatem Zustand...
...großteils jedoch gut beinander...
Auffällig war es auch, dass es ziemlich viele Straßenhunde gibt! Bis auf eine Ausnahme in einem Vorort Bukarests waren diese aber immer sehr untertänig, und freundlich zurückhaltend. Dürfte ihnen großteils wohl klar sein, dass sie toleriert werden, so lange sie niemandem ungut kommen. Recht oft sieht man aber leider auch überfahrene und angefahrene Hunde auf/an der Straße. Wenn so ein ausgewachsener Schäferhund nur mehr 3cm hoch ist, ist das wirklich kein schöner Anblick... Fotos davon haben wir uns und unserer Kamera aber erspart...

Unterwegs sind wir dann mal bei einem am Straßenrand geparkten Panzer zum Jausnen stehen geblieben:

Noch nie auf nem Panzer gepicknickt? Wir schon! ;-)


Am Abend hatten wir dann genug von dieser Alptraumstraße und folgten einem unter anderem auf deutsch angeschriebenen Wegweiser zu einem Campingplatz in ein etwas abseits der Haupstraße gelegenes Dorf. War echt ein Volltreffer! Das "Anwesen" dort wurde von einem älteren holländischen Pärchen betrieben, es gab Bier, einen Pool, und Elektrizität zu unschlagbaren €8,-pro Person!

Nach dem Tag, haben wir genau das gebraucht! ;-)
Nach dem erfrischenden Bad haben wir uns dann auf Erkundungstour durch das Dorf gemacht:

Sehr spannende Verkabelung!

Viele der Häuschen sind wirklich sehr gut in Schuss!


...mit liebevollen Verzierungen geschmückt...

Der Dorfplatz

 
Auf dem das Dorf überblickenden Hügel war der "Ort der Ruhe"
 

Dass große Teile der Besiedelung hier auf deutschen Ursprung zurückgehen, ist oft unübersehbar, wenn man auch merkt dass das "deutsche" immer mehr in Vergessenheit gerät. Wir trafen keinen einzigen deutschsprachigen Rumänen...


 

 
War eigentlich ja doch ziemlich groß, dieses "Dorf":


Bei extrem vielen Fahrzeugen sieht man an diversen Aufklebern, dass sie früher mal in Deutschland, Österreich oder der Schweiz unterwegs waren. So auch bei diesem "Schulbus":



Romanian streets after dark...
Am nächsten Tag gings dann weiter in Richtung Transfagarasan, unterwegs blieben wir aber noch kurz bei einem zufällig am Straßenrand gesehen KTM-Laden stehen, um unsere Gelenklager in der Federbeinumlenkung nachzuschmieren (das hatten wir Zuhause leider vergessen...).


Leider war der Laden aber ein reiner Verkaufsschauraum, nix Werkstatt... :-/ Also werden wir das mit dem Schmieren wohl später mal nachholen...

Im letzten Dorf vor der Transfagarasan, haben wir uns dann nochmal mit Futter versorgt, damit wir den Gipfelsieg dann auch mit einer zünftigen Jause besiegeln können!


In Rumänien wird übrigens sehr gerne mit OSB-Platten gebaut. Ich kann das sehr gut verstehen! ;-)

 
Soda, und danach gings rauf auf die laut der britischen Auto-Fernsehshow "TopGear" "besten Straße der Welt":
 
 
Muss ich mehr sagen?

 
Naja, müssen nicht, aber ich will! ;-)
 
Die Straße ist großteils wirklich sehr gut befahrbar, ich hätte gesagt so ca. 1/4 ist in ausgezeichnetem Zustand, etwa die Hälfte in "normalem Bergstraßenzustand" wie zB auch viele Pässe in den Alpen, und etwa 1/4 in "rumänischem Zustand". Für unsere Adventures aber alles kein Problem, Schlaglöcher und Bodenwellen fressen unsere Rally-Dakar Fahrwerke zum Frühstück! ;-)
Die KTMs haben hier wirklich unglaublich viel Spaß gemacht, die Kombination aus 625cm³ Dampfhammer mit Mikuni Flachschiebervergaser und Sebring Komplettanlage ist schon ein Freudenspender sondergleichen. Das ist so richtig rohes, unverfälschtes, direktes Motorradfahren wie ich es liebe! Wenn die Kraft jedes Kolbenhubes in jeder Faser meines Körpers auf Resonanz stößt, die Sinne durch das Adrenalin geschärft sind wie sonst selten, und man sich selbst und das Leben endlich wieder mal so richtig spürt! Transfagarasan - We like a lot!!!
 
Ihr dürft auf das Video gespannt sein, ich hoff ich schaffs hier unterwegs zumindest grob was zusammenzuschneiden... ;-)
 
Bergab ließ ich dann den Richi voraus fahren, was im Nachhinein betrachtet wohl ein Fehler war... Ohne mein Rücklicht zur Orientierung schaltete Richis internes Navi nämlich nach wenigen Kurven auf Störung, und er fuhr einfach mal so ohne besonderen Grund geradeaus. Wäre das auf so einer Bergstraße nicht schon sch*** genug, war da auch noch ein rumänischer Kleinwagen im Weg.. Sah von meiner Position hinter ihm wirklich ziemlich schlimm aus, ist aber glücklicherweise glimpflich ausgegangen. Einzig einige tiefe Kratzer am neuen Lack, ein leicht verbogener Lenker, und ein leicht verbogender Kofferträger sind die Folge:
 

Da isser einfach so gradausgefahren...

und hat dann, vom rumänischen Kleinwagen zu fall gebracht tiefe Bremsspuren am Straßenrand hinterlassen...


und einiges an Schotter an verschiedensten Motorradteilen aufgeladen...
Net amal schön bunte Blutergüsse hat er zusammengebracht, des is no des farbigste an ihm... *g*

Naja, für die Zukunft wiss ma jetzt, dass wirklich immer ich voraus fahren werd.... ;-)

Dann gibts noch viiiieeeele Kilometer wunderbar kurviger Straße, bis man an diesem schönen Stausee vorbeikommt:


Der Rumänische Elektrizitätssuperheld!
Und weiter gings über kurvige Straßen von eher mieser bis hin zu grandioser Beschaffenheit, ein weiterer Höhepunkt war die Straße nach Bran. Vor dem Straßenstück kann sich so mancher Alpenpass verstecken!


Größere Kartenansicht


Viiiiiieeeeel Gegend!
Interessante Gebäude am Straßenrand...
So, das wars jetzt fürs erste mal über Rumänien, Näheres zum "Dracula-Schloss" in Bran und unseren weiteren Reiseverlauf gibts in Kürze!

Drum Bun, oder so irgendwie sagt der Rumäne! ;-)


Donnerstag, 6. September 2012

Auch die größte Reise beginnt mit kleinen Schritten...

Soda, jetzt sind wir also tatsächlich auf unseren langen, vermutlich zwichendurch irgendwann mal beschwerlichen Weg nach Indien aufgebrochen.

Wie eigentlich zu erwarten, gings dabei vor Abreise noch drunter und drüber. Eigentlich wollten wir ja spätestens Freitag Mittags mit dem Zusammenpacken fertig sein, damit wir uns dann ganz ungestört der Party und den Vorbereitungen dafür widmen können.
Leider kam uns da aber Richis (oder eigentlich eher Kathi 1) Steuergerät dazwischen. Eine Woche vor Abfahrt hab ich nämlich festgestellt, dass Richis Kiste nicht wie angenommen mittels simplen Abstecken eines Kontaktes auch für richtig schlechten Sprit ab 80 Oktan geeignet ist, sondern bestenfalls 90 Oktan verträgt.
Das ist ein Feature, dass erst ab 2003 verbaut wurde... aaaaaaaaargh! Also schnell auf Ebay das gebrauchte Steuergerät einer 04er Adventure ersteigert, und gehofft das das Teil rechtzeitig ankommt. Das tat es dann auch, am Donnerstag, als wir eigentlich mit dem Packen beginnen wollten.
Natürlich ist das Teil alles andere als Plug&Play, das alte Steuergerät hat vergossene Kabel die aus dem ca. Zigarettenpäckchengroßen Kastl rauskommen, das neue einen 16-Pin Stecker. Von den 16 Pins werden aber eigentlich nur 8 wirklich benötigt, alle anderen gehen auf Masse. Die Kabelfarben an der Elektrik wurden im Laufe der Modelljahre bei KTM offenbar auch ganz gerne mal geändert, und so haben wir einen ganzen Tag mit lustigem Kabelzuordnen, Steckerbasteln, und viiiiiiel viiiiiieeeeel herumlöten verbracht. Offenbar waren wir sogar erfolgreich mit unserer Bastelei, bis jetzt läuft die Kiste problemlos!
(Fotos davon liegen auf meinem Rechner Zuhause... grml...)

Am Donnerstag Abend trafen dann auch unsere Bekannten aus Frankfurt ein, Harold und Jana haben so in etwa das selbe vor wie wir, nur ein wenig anders, und vor allem gemütlicher (Jana fährt noch nicht lange Motorrad).
Vielen Dank an der Stelle auch an Ismail, meinen überaus netten, türkischstämmigen Ex-Arbeitskollegen, der an dem Abend vorbeigeschaut hat, und mit uns vieren dann einen kleinen "Türkei-Workshop" gemacht hat.
Wehe, dieses Fethiye in der Südwesttürkei ist nicht cool! ;-)

Danke an der Stelle auch an den Stephan, der sich einen Abend vorher die Zeit genommen hat mit uns seine großen Schatz an Iran-Erfahrungen zu teilen!

Soda, während Harold und Jana am Freitag im Regen in die Shoppingcity Seiersberg gefahren sind, um sich ein 12V Ladegerät für ihren Schlepptop zu besorgen , haben wir damit begonnen unsere sieben Sachen zusammenzusuchen. Die ersten gegen Mittag eintreffenden Gäste (Peter & Nadine) wurden dann auch gleich zum Partyvorbereiten abkommandiert, Danke vielmals an dieser Stelle für euren Einsatz! Ebenfalls vielen Dank an die Sonja fürs rundum helfen und Partygäste versorgen! ;-)

Während dann am Nachmittag schön langsam immer mehr Leute eintrudelten, haben wir dann irgendwann (unter Einfluss einiger Biere... ;-) ) eingesehen, dass das Packen heute keinen Sinn mehr macht, und uns lieber voll und ganz dem Suff hingegeben. So jung kumm ma schließlich nie mehr zamm! ;-)

Der "Toughest Man Award" geht übrigens an den Peter, der bei einsetzender Dunkelheit, bei strömendem Regen im Leder auf seiner 1000er Fazer angerollt kam (und uns noch eine handvoll nützlicher Kabelbinder mitgebracht hat!):


Am Heimweg von der Shoppingcity haben Harold & Jana auch noch bei meinen Eltern vorbeigeschaut um die Dienste des Universalspezialisten Franz in Anspruch zu nehmen, ihre Seitenständer machten nämlich Probleme. Franz hat das natürlich sauber und formschön gepimpt! ;-)

Harold und Jana kamen dann also erst später wieder zu mir, als die Party bereits voll im Gange war, und haben sich vor dem Besäufnis erstmals dem Wechsel ihrer Reifen gewidmet. Details dazu gibts auf ihrem Blog:

runningfreewind.blogspot.com

Hier noch ein paar Party-Impressionen:


Aja, und hier sieht man Jana (Mitte) und Harold (hinter Hannes, links) vor den 4 Weltreiserädern und diversen Partygästen!
Dass es eventuell doch nicht so klug war, die Abfahrt auf den Tag nach der Party zu legen, dachte ich mir schon als ich um 3/4 4 zu Bett "ging" (naja, wankte trafs bestimmt besser...). Wie heftig der nächste Tag da tatsächlich werden würde, konnte ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht ahnen...

Wie befürchtet gings mir am nächsten Tag dann so richtig dreckig, das ich erstmals mit "Mageninhalt bei mir behalten" und "Alkleichen zählen" voll beschäftigt war... Dass es immer noch regnete hat die Stimmung auch nicht wirklich gehoben... :-/

Nach ein bis zwei C2H6O-Gedächtnisstunden wurde dann diverses restliches Zeugs zusammengesucht und die Lastesel bepackt...

Ready to Race! (naja, eigentlich net, aber wir haben ja schließlich keine Wahl...)
Ja, is schon ein wirklich seltsames Gefühl wenn einem nach Monaten der Vorbereitung auf einmal klar wird, was man da eigentlich vor hat: Das sichere, wohlbekannte und geschätzte Umfeld zu Hause einfach so zu verlassen, die vielen geliebten Menschen hinter sich zu lassen, und aufzubrechen auf eine Reise, von der man bestenfalls eine grobe Vorahnung hat...

Sehr viele gute Freunde und Verwandte waren gekommen um sich zu verabschieden, ist ein sehr intensives Gefühl, wenn einem auf einmal klar wird wievielen Menschen man etwas bedeutet!

Das ohnehin aufgrund des Vorabends sehr flaue Gefühl im Magen hats seltsamerweise auch nicht gerade besser gemacht... ;-)

Aber das hilft nichts, wir hatten uns das schließlich lange genug überlegt, und ein 3/4 Jahr an Vorbereitungen da reingesteckt, da müssen wir jetzt durch!

Die Anwesenheit von Jana und Harold hat uns hier sicher auch geholfen, wenn die zwei das selbe vorhaben, kanns ja keine soooo große Schnapsidee sein! ;-)

Also fuhren wir dann gegen 15:00 zu acht los, Jana, Harold, Sonja, Peter, Ali, Richi & ich auf Motorrädern, Richis Bruder Philipp im Auto als Begleitfahrzeug hinten nach. Gnädigerweise hatte es vor Abfahrt zu regnen aufgehört, und so konnten wir trockener Haut am Plattensee ankommen. Nur Sonja wurde die nasse (und dort wirklich unglaublich rutschige) Straße in einem Kreisverkehr zum Verhängnis: Nach kurzem Funkensprühen und am Boden herumrollen war die Kiste aber schnell wieder aufgerichtet und weiter gings dann ohne Zwischenfälle!

Am Plattenteich angekommen haben wir uns dann mit mitgebrachtem Gemüsegulasch, Chips und Bier (mehr war leider nicht aufzutreiben) verköstigt, und ich ging diesmal etwas früher schlafen...

Richi the Chefkoch!
Am nächsten Morgen wurde unser Camp dann am ansonsten bereits verwaisten Campingplatz abgebrochen...


 ...und nach einem wirklich sehr günstigen (und meiner Meinung nach auch gutem, man muss halt wissen was man bestellt, gelll Jana! ;-) ) Frühstück haben wir uns dann gegen Mittag von unserem Begleitschutz getrennt...

Unser Ziel an diesem Tag war Szeged, im süd-östlichsten Zipfel Ungarns. Dort hin fuhren wir mit absicht hauptsächlich über kleine Sträßchen, unsere Adventures konnten da ihre Fahrwerksvorteile erstmals ein wenig ausspielen! Besonders erfreulich war ein entgegenkommender GSX-R Fahrer, der zum Gruß freundlich das Vorderrad erhoben hat.
In einem kleinen Dorf, wo sich ansonsten wohl nur Fuchs & Hase gute Nacht sagen, hat offenbar gerade die gesamte Einwohnerschaft das Fußballspiel ihrer Nachwuchsmannschaft verfolgt. Als wir vorbeibrausten drehten sich sämtliche Köpfe in unsere richtung, zur Bezeugung meines Respekts der Gemeinschaft gegenüber hab ich dann auch mal schnell das Vorderrad gelupft. Vom bestimmt tosenden Applaus (in einer Minute mehr Action als in 90 Minuten Nachwuchskick) hab ich allerdings leider nichts mitbekommen, da ich vollauf damit beschäftigt war mein Vorderrad nicht auf Janas Heck zu parken... ;-)

Nach einer Tankpause (nur Jana & Harold, wir mussten erst 20km vor der rumänischen Grenze erstmals Tanken, gar keine schlechte Reichweite für Sportmotorräder! ;-) ) hat Jana dann beim Rausfahren ein Auto zu spät erkannt, das Vorderrad überbremst, und im Spiel "heiteres Motorräder weglegen" auf 1:1 für Deutschland ausgeglichen. Bis auf einen etwas weiter verbogenen Kofferträger ist aber auch hier nichts passiert.

Nach einer kleinen Pause irgendwo im nirgendwo...


...wollte Harolds Kiste dann nicht mehr. Gar nicht, als ob man den Zündschlüssel gar nicht gedreht hätte. Also mal Sicherungen checken gehen:


Hab ich schon mal erwähnt, dass die kleine Japanerin am zweiten Tag schon Problemchen machte, und unsere KTMs bis heute trotz sehr harter Behandlung (vor allem Richis Kathi hats auf der Transfagarasan sehr hart abbekommen, aber mehr dazu später...) vollkommen fehlerfrei laufen? ;-)

War aber nur ein lockeres Kabel an der Batterie...


... das wir schnell wieder festgeschraubt haben, und schon konnte es weitergehen!


Naja, nicht ganz, davor hat Harold noch schnell seine kleine Japanerin zur Seite gelegt, bzw. sie an meiner Österreicherin angelehnt. Meine stämmige Österreicherin zeigte sich davon aber vollkommen unbeeindruckt, und ließ sich vom 2:1 für Deutschland nicht aus der Ruhe bringen! ;-)

In Szeged haben wir uns dann für das erste Hotel am Platz entschieden, man geht ja schließlich nur einmal auf Weltreise! ;-) Außerdem hab ich von der freundlichen (und hübschen! ;-) ) Rezeptionistin einen special Biker-Rabatt auf Zimmer und Tiefgarage ausgehandelt, we like! ;-)

Was machen zwei Deutsche und zwei Österreicher am Behindertenparkplatz? Einchecken natürlich! ;-)

Am gleich gegenüber des Hotels liegenden Fluss war gerade ein Flussfest voll im Gange, also haben wir nach einer wohltuenden Dusche dort auch mal vorbeigeschaut:



War ganz interessant, und nach einer Weile haben wir Vegetarier auch abgesehen von Bier etwas gefunden, das keine toten Tiere enthalten hat, und auch noch gut & nahrhaft war, Success!! (Das Bier war übrigens so gut, dass wir dann noch zwei mit Jana und Harold tranken... ;-) )

Vom Hotelbalkon machten wir dann noch die folgenden Bilder, bevor wir erschöpft, aber gut gelaunt zu Bett gingen:



Abschließend kann ich über Szeged eigentlich nur gutes sagen, für ungarische Verhälntnisse eine wirklich sehr saubere, schöne Stadt mit angenehm wenig Verkehr, da kann man gerne wieder mal vorbeischauen! :-)

Montag, 3. September 2012

Thanks for having us!

Soda, bevors mit den Berichten von On-The-Road losgeht, wollen wir uns nochmal gaaaaaaaanz herzlich bei allen bedanken, die unsere Reise überhaupt erst möglich gemacht haben!

Als allererstes wär da mal der Stefan, ohne dich hätten wir uns vermutlich nicht getraut auf KTMs für diese Reise zu setzen! Und dann natürlich auch dafür, dass du dir immer wieder die Zeit genommen hast mal schnell eben den Anlasserfreilauf oder die Nockenwelle an meiner Kiste auszutauschen, und außerdem auch immer wieder mal mit gutem Rat zur Seite standst!

Very Special Thanks gehen auch an Cilli und Franz, ohne euch hätten wir ja nicht mal unsere "Homebase" in der wir alles vorbereiten konnten! Die vielen Male wo ihr uns mit diversen Lagern, Dichringen, usw. geholfen habt, und auch die Lackier und Schweißarbeiten wären ohne euch so bestimmt nicht möglich gewesen!

Danke vielmals auch an den Phillipp, den Michi und die Michi, ihr beide habt unseren Kisten ihren unverwechselbaren Look gegeben!

Danke auch an die Beste Köchin der Welt, fürs nach arbeitsreichen Tagen wieder aufpäppeln! ;-)

Vielen Dank auch an den Peter und die Nadine, die uns während der Vorbereitungen immer wieder mal mit viiiiiiiel Humor und Herzlichkeit abgelenkt haben! Nadine hatt sogar mal eine Mutter an Richis Motorblock raufgedreht! ;-)

Danke auch an den Peter (den anderen!) fürs fertigstellen der Elektrik in unserem "Motorhome", spätestens bei der Party waren funktionierende Lichtschalter von nicht zu unterschätzendem Wert! :-)

Dankeschön auch an die Pezi für die Impferei! ;-)

Vielen Dank auch an unsere "Biker-Homies" Martin & Thomas, für die moralische Unterstützung und das viele wohltuende Benzingerede! ;-)

Ich hoff ich hab da jetzt niemanden vergessen, sollte sich wer zu unrecht ausgespart fühlen, kann er sich gerne melden! Wir werden den Erwähnungswunsch dann eingehend prüfen, und bei stattgegebenen Antrag diesen Beitrag entsprechend ergänzen! ;-)


Und zu guter Letzt, vielenvielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben und uns auf unserer Abschiedsparty und am Tag danach einen unvergesslichen Abschied beschert haben!!!

Seit gestern weiß ich endlich, was mit dieser oft hohl klingenden Phrase vom "tränenreichen Abschied" gemeint ist...

Alles Liebe vom Novotel in Szeged,

Martin & Richi